Berlin. - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will den Aufbau einer afrikanischen Pharmaindustrie mit einer Million Euro unterstützen. Eine entsprechende Zusage machte Entwicklungsminister Dirk Niebel am Mittwoch in Berlin dem Generaldirektor der Organisation für industrielle Entwicklung der Vereinten Nationen (UNIDO), Kandeh Yumkella. Die Mittel sollen der Umsetzung des entsprechenden Programms der Afrikanischen Union dienen und werden über UNIDO koordiniert.
Freiburg. - Bei schweren Kämpfen im Osten der Demokratischen Republik Kongo gerät die Zivilbevölkerung immer stärker zwischen die Fronten. Nach Angaben der Caritas Kongo fliehen derzeit wöchentlich 20.000 Menschen vor der Gewalt. Damit sind jetzt erstmals wieder zwei Millionen Flüchtlinge und Vertriebene im Kongo auf Schutz und Versorgung angewiesen.
Frankfurt. - Bei der Hauptversammlung der Commerzbank am Mittwoch in Frankfurt fordern Umweltaktivisten aus aller Welt mehr Klimaschutz von der Bank. Auf Einladung der Umweltorganisation urgewald sind Itan Kussaritano aus Indonesien und Bob Kincaid aus den USA angereist, um die Commerzbank mit den Auswirkungen ihrer Investitionen zu konfrontieren.
Berlin. - Wegen Einschränkungen durch die sudanesischen Behörden hat die medizinische Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die meisten Aktivitäten in Jebel Si in Nord-Darfur einstellen müssen. "Damit sind in Jebel Si mehr als 100.000 Menschen ohne medizinische Versorgung", berichtet Alberto Cristina, Projektmanager von Ärzte ohne Grenzen für den Sudan. Die Hilfsorganisation war bislang die einzige, die in der Region medizinische Hilfe anbot.
Rom. - In Reaktion auf die prekäre Ernährungslage von hunderttausenden Flüchtlingen aus Mali, die aufgrund des Konflikts im Land über die Grenzen in die Nachbarländer geflohen sind, hat das UN World Food Programme (WFP) gemeinsam mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) eine regionale Nothilfeoperation gestartet. Die Organisationen benötigen dafür rund 77 Millionen US-Dollar.
Berlin. - Einen Monat vor dem Rio+20 Gipfel haben Misereor und Partner aus Ländern des Südens die Bundesregierung aufgefordert, sich für die Menschenrechte als Grundlage einer "grünen Ökonomie" einzusetzen. Seit dem ersten Umweltgipfel in Rio 1992 hätten die jährlichen Treibhausgas-Emissionen ebenso dramatisch zugenommen wie der Verlust der Artenvielfalt. Ressourcen wie fruchtbares Land und Wasser würden in vielen Regionen weltweit immer knapper.
Berlin. - Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat am Dienstag den burundischen Minister für auswärtige Beziehungen und internationale Zusammenarbeit, Laurent Kavakure, zu einem Gespräch im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin emnpfangen. Zentrale Fragen des Gesprächs waren, wie sich die staatlichen Institutionen leistungsfähiger gestalten und die Menschenrechte im Land besser schützen lassen.
Berlin. - Oxfam Deutschland hat am Dienstag die interaktive Weltkarte "Menschen im Klimawandel" vorgestellt. Die Organisation knüpft damit an das Motto "Wasser" der Green Week 2012 in Brüssel an. Die Karte zeigt Orte, an denen Menschen aus den armen Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrung erleben.
Berlin. - Ein breites gesellschaftliches Bündnis von Organisationen hat anlässlich der Ernennung von Peter Altmaier (CDU) zum Umweltminister am Dienstag gefordert, die Bundeskanzlerin müsse den europäischen Klimaschutz zur Chefsache zu machen. Die EU müsse jetzt ihr viel zu niedriges Minderungsziel für Treibhausgase von minus 20 Prozent bis 2020 auf 30 Prozent anheben, erklärten die NGOs.
Berlin. - Anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai fordert der WWF mehr Schutz für bedrohte Arten. Während die Menschheit inzwischen die Marke von sieben Milliarden überschritten habe, würden die Bestände vieler Tierarten dramatisch ausgedünnt, warnt die Naturschutzorganisation. "Die Menschheit wird einsam auf dem Planeten Erde", lautet das Fazit des WWF.
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